Kellerfest Oetwil an der Limmat

2./3. September 2016

Die Entstehung des Kellerfestes

Im Jahr 1969 fassten einige junge Oetwiler den Entschluss, ein Fest zu organisieren. Sie wollten den Einwohnern/innen ein Fest bieten, das nicht nur für die Angehörigen der Feuerwehr bestimmt war.

Rasch beschloss man, auf dem Schulhausareal einen Anlass zu organisieren. Die Idee kam bei der Bevölkerung gut an. Trotzdem resultierte ein finanzieller Verlust. Die Organisatoren liessen sich nicht entmutigen und organisierten 1 Jahr später das erste Kellerfest.

Die Organisatoren überzeugten die Besitzer rund um das Dorfzentrum, ihre ungenutzten Keller zur Verfügung zu stellen. Das waren die Keller des Bauernhauses Lang (heutiges Gemeindehaus), des Bauernhauses Meier (an der alten Landstrasse), die Trotte (noch heute im Getreidespeicher) und der Keller der Familie Wullschleger.

Nach der Überzeugungsarbeit kamen die Vorbereitungsaufgaben. Und die waren alles andere als einfach, hatten sich im Laufe der Jahre sehr viele Gegenstände angehäuft. Die galt es wegzuräumen oder zu entsorgen. Besonders aufwendig war die Reinigung der unterirdischen «Hallen», um einen geordneten Festbetrieb durchführen zu können.

Am ersten Wochenende im September 1970 war es soweit. Start des ersten Kellerfestes. Man gab sich den kulinarischen Genüssen hin und festete zu den musikalischen Darbietungen von Handörgelern.

Die Besucher kamen zahlreich. Beinahe mussten die Plätze erkämpft werden. Die Stimmung war ausge-lassen bis in die Morgenstunden. Das Kellerfest war ein voller Erfolg. Klar sollte der Anlass im nächsten Jahr wiederholt werden.

Allerdings galt es, mehr Platz zu schaffen. Deshalb wurde die Gemeinde gebeten, die Scheune für das Fest zur Verfügung zu stellen. In Fronarbeit entstand im Obergeschoss eine bescheidene Festbühne mit Musikpodium. Ein neuer Holzboden musste einge-zogen, das Dach neu gedeckt und die Luftschlitze an den Seitenwänden mit Brettern provisorisch zugenagelt werden.

Die Gemeinde übernahm die Materialkosten und die Erstellung der Aussentreppe in Holz, als Zugang zum provisorischen Saal. Pünktlich zum Fest waren die Arbeiten abgeschlossen. Das zweite Kellerfest konnte – noch erfolgreicher als das Erste – gefeiert werden.

Der neue Engpass hiess: Sanitäre Anlagen. Die vom Restaurant Freihof freundlicherweise zur Verfügung gestellten Toiletten konnten dem Andrang nicht mehr gerecht werden. Im folgenden Jahr erstellte man, unter Mithilfe von 20 Freiwilligen, die WC-Anlage im Erdgeschoss der Gemeindescheune. Auch wurde die Wasserversorgung in der Trotte eingerichtet.

Die Gemeinde übernahm die Materialkosten und bezahlte einen Lohn für Fronarbeit von 1 Franken pro Helfer die Stunde.

Mit den Jahren wurde das Fest immer grösser. Als 1975, nach einem Unterbruch wegen des Ausbaus der Gemeindescheune, das Fest wieder stattfand, war eine bis heute anhaltende Tradition etabliert.

Konzept und Gestaltung: mediagraphix.ch